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NAGHEL (1964-1980 NAGEL) / Pseudonyme für Rolf Nägeli 

Rolf Nägeli ( Naghel )

Der Maler, Bildhauer und Grafiker Naghel (Pseudonym für Rolf Nägeli) ist 1938 mit 2 älteren Geschwistern bei einem gehörlosen Elternpaar in Kilchberg geboren und aufgewachsen. Mit der Absicht Innenarchitektur zu studieren, besuchte er die Kunstgewerbeschule Zürich (heute HGKZ). Diese verliess er vorzeitig um sich das Rüstzeug als freier Künstler beim Studium der Meister der Frührenaissance – insbesondere Piero della Francesca, in Arezzo/Italien zu erarbeiten. Hier erhielt er wichtige Impulse für sein künstlerisches Schaffen, in dem die bauwerkliche Konstruktion, verbunden mit visionären Landschaftsdurchblicken, eine zentrale Stellung einnimmt. 

Ein anderer Quell der Inspiration war ihm die menschliche (insbesondere weibliche) Figur. Der Bildsprache der Meister der (heute) klassischen Moderne verdankt er seine eigenständigen Interpretationen sowohl im Frühwerk (Ölmalerei) als auch im grafischen Oeuvre.

Das südliche Licht inspirierte ihn. 1971 erwarb er einen Rustico in Claro/TI, den er mit viel handwerklichem Geschick und mit der Hilfe von Freunden als Atelierhaus ausbaute. Mit dem Verkauf seiner Serie ‘Exit’, die ihm sehr am Herzen lag, liess er es mit einem traditionellen Steindach decken. Die steinerne Treppe eines alten Stalles im Ort diente als Vorlage zur grossen Skulptur ‘Gegentreppe’ an der Universität UNI Irchel, Zürich.

1981 hielt er sich als Atelierstipendiat der Stadt Zürich in Genua auf. Diese Stadt faszinierte ihn so, dass er sich mit Malerfreunden ein eigenes Atelier einrichtete. In dieser Zeit entstanden einige seiner schönsten und geheimnisvollsten Werke wie ‘Brutstätte’. (Besitz Reader’s Digest). Doch auch die Landschaft zog ihn an. Im Jahr 2000 erwarb er einen Olivenhain in Sori, Ligurien, den er bis 2014 zusammen mit seiner Frau bewirtschaftete.

Die Kunst ist ein Umweg über den der Traum die Wirklichkeit wiederfindet
— Sigmund Freund